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Frauen im Projektmanagement

Bas de Baar (der Projekt-Seelenklempner) führte zum Thema “Frauen im Projektmanagement” ein interessantes Interview mit Elizabeth Harrin vom PM for Girls-Blog, die das Buch „Project Management In The Real World“ geschrieben hat:

Es stimmt, noch immer haben weniger Frauen als Männer den Jobtitel Projektmanager, und das…

… obwohl sie jede Menge Projekte managen (ja, auch die Weihnachtsfeiern organisierende Sekretärin zählt im weitesten Sinne dazu).
… obwohl sie die nötigen Eigenschaften mitbringen (auch wenn sie dadurch scheinbar nicht Chef werden).

Als ich so ca. 2001 mit Projektmanagement angefangen habe, war ich der einzige weibliche Projektmanager in der Firma und auch die Kollegen bei Kunden, Lieferanten und Partnern waren fast durch die Bank Männer. Ganze 4 Jahre hat es gedauert, bis wir eine weitere Kollegin hatten. Seitdem hat sich zum Glück schon so einiges geändert…

ZCOPE Support am 8. Juni 2009 - 9:30 Uhr

Die Tanks (wieder)auffüllen

Es gibt Projekte, die scheinen ewig zu dauern. Und bei manchen trifft das Team auch noch selten bis nie zusammen. In diesen Fällen ist es umso wichtiger, Motivationsengpässen vorzubeugen, schreibt Brad Egeland schreibt auf pmtips.net.

Erholung
Wenn irgend möglich, sollte sich das Team wenigstens einmal im Laufe des Projekts treffen und dann auch etwas abseits der Arbeit miteinander unternehmen.

Gerade wenn man sich nur von Telefongesprächen und E-Mails her kennt, ist es wichtig, den Projektleiter und die Kollegen auch mal „in echt“ zu sehen. Ein Zusammentreffen stärkt die Beziehungen untereinander und hilft mit, Missverständnisse zu vermeiden. Wen man persönlich kennt, dem tut man auch mal einen Gefallen – und das kann in schwierigen Projekten von großem Vorteil sein.

Anerkennung
Wird die eigene Leistung gesehen und gewürdigt, steigt die Motivation. Clever platziert, erfährt das ganze Unternehmen davon, was auch dem Projektmarketing hilft („Da geht was weiter“, „Die sind voll motiviert“).

Wird eine „Aussendung“ an Leute außerhalb des Teams geschickt, bleiben Sie auf dem Teppich. Gerade, wenn jeder weiß, wer für welche Erfolge zuständig ist, sollte man auf keinen Fall „schleimen“. Ein früherer Kollege von mir hat das gemacht – ich habe mich in dem Projekt danach nicht mehr wirklich wohlgefühlt – als Teammitglied wird man bis zu einem gewissen Grad ja in denselben „Topf“ geworfen.

Belohnung
Für wirklich besondere Leistungen sollte es auch eine besondere Belohnung geben, Egeland schlägt z.B. Gutscheine vor.

Ein gewisses Maß an Überstunden pro Monat sind Standard, aber wenn ein Teammitglied mehrere Wochenenden in Folge für den Projekterfolg opfert, ist das nichts, was man als normal voraussetzen sollte. Ein paar Gutscheine kosten nicht viel, zeigen aber enorme Wirkung. Ich weiß noch genau, wie sehr ich mich zur 5-jährigen Firmenzugehörigkeit über einen iPod gefreut habe (mit persönlicher Gravur!).

Auch wenn Sie als Projektleiter von weiter oben nicht wirklich gewürdigt werden – geben Sie das nicht an Ihr Team weiter: der Erfolg Ihres Teams ist auch Ihr Erfolg.

ZCOPE Support am 2. Juni 2009 - 9:43 Uhr

Welche Kompetenzen braucht ein Projektmanager?

Elizabeth Harrin listet auf pmtips.net eine Reihe von Kompetenzen auf, die einen Projektmanager ausmachen. Diese lassen sich durch das Buch „APM Competence Framework“ herausfinden und weiterentwickeln; sie eignen sich jedoch durchaus auch für eine Selbstbewertung.

1. Technik

  • Risikomanagement
  • Schätzungen
  • Stakeholder- und Ressourcenmanagement
  • Planung
  • Konfigurationsmanagement
  • Leistungsmanagement
  • Veränderungskontrolle
  • Kostenplanung

2. Verhaltensweisen

  • Konfliktmanagement
  • Kommunikation
  • Teamwork
  • Führungskompetenz
  • Verhandlungsgeschick
  • Lernen und Weiterentwicklung

3. Zusammenhänge

  • Rechtbewußtsein
  • Betriebsführung, -steuerung
  • Unterstützung, Patenschaft
  • Rollen und Strukturen in Organisationen
  • Projektlebenszyklus
  • Gesundheit und Sicherheit

Wenn ich mich nun selbst bewerte – meine Stärke liegt ganz klar in Punkt 2, gefolgt von Punkt 3 und erst dann in Punkt 1. Und wie sieht es bei Euch aus?

ZCOPE Support am 13. Mai 2009 - 8:28 Uhr

Wirkt wahre Wunder – die Projekt-Fee

Auf imgriff.com hat Thomas Mauch eine höchst interessante Coaching-Methode aus dem Buch „Kurz(zeit)coaching mit Langzeitwirkung“ von Peter Szabó und Insoo Kim Berg vorgestellt: Der Wunsch an die Projekt-Fee.

Um sich bei den Fragen nach Erwartungen und Zielen nicht beim üblichen (eigentlich überflüssigen) Bullshit-Bingo „Effizienz, Zielorientierung, Nachhaltigkeit, etc.“ festzufahren, wird die „Wunderfrage“ empfohlen. Diese soll aus den Projekt-Teilnehmern herauskitzeln, was ihnen wirklich wichtig ist und sich dann auch konkret messen lässt.

Man stellt dem Team die folgende Frage (und ignoriert einfach unbeirrt allfällige spöttische Blicke): “Sie konnte zwar an unserer Sitzung nicht teilnehmen, aber wir haben eine Fee im Projektteam. Sie ist für die Wunder im Projekt zuständig. Jeder und jede hat ein Wunder frei – die Fee wird es bis morgen erledigen. Genau so, wie Ihr Euch das wünscht und noch ein wenig mehr. Wie sieht es morgen früh aus, wenn die Fee Eure Wünsche eingelöst hat? Was tut Ihr dann? Was ist das Ergebnis des Projekts?”.

Ich muss das unbedingt mal ausprobieren… Wer hat schon mal?

ZCOPE Support am 30. April 2009 - 7:36 Uhr

Projektmanagement für Anfänger

Scott Berkun ist ein erfahrener Projektmanager, Autor diverser Bestseller, ausgezeichneter Redner, Berater von Fortune 500 Unternehmen und lehrt „creative thinking“ an der Universität von Washington.

Er empfiehlt die folgenden Schritte, bevor man mit professionell(er)em Projektmanagement loslegt:

  1. Sprechen Sie mit Ihrem Team (und zwar mit jedem Mitglied einzeln) darüber, was am Projekt frustriert und was man besser machen könnte.
  2. Fragen Sie dann um Vorschläge, was Sie machen können und was das Team bereit ist zu tun bzw. zu versuchen.
  3. Stellen Sie dann (basierend auf den Dingen, die Sie in den Gesprächen erfahren haben) eine einfache Veränderung vor, die die meisten Chancen auf Akzeptanz und Verbesserung hat. Wenn es im Team sehr viele Konflikte gibt, suchen Sie sich etwas Kleines aus. Wenn es viele Meinungsverschiedenheiten gibt, wählen Sie etwas, das Sie mit nur ein bis zwei anderen Personen realisieren können.
  4. Führen Sie nun die Veränderung ein.
  5. Wenn es nicht wirklich funktioniert – zurück zu Schritt 1.
  6. Wenn es gut funktioniert – auf zum nächsten Schritt wie unter 3. beschrieben.

Ohne Gedankenaustausch mit dem Team, ohne Aufbau von Glaubwürdigkeit und Führungskompetenz wird Ihnen kein Buch, kein Diplom, kein noch so hoher IQ weiterhelfen. Arbeiten Sie mit dem Team und verdienen Sie sich Vertrauen.

ZCOPE Support am 23. April 2009 - 10:18 Uhr

Wenn Babys machen ein Projekt wäre

  • Der Projektmanager ist jemand der denkt, dass neun Frauen ein Baby in einem Monat liefern können.
  • Der Entwickler denkt, es wird 18 Monate dauern ein Baby zu liefern.
  • Der Vor-Ort-Koordinator glaubt, eine ledige Frau kann neun Babys in einem Monat liefern.
  • Der Kunde ist derjenige der nicht weiß, warum er ein Baby will.
  • Der Marketing Manager ist der Meinung er kann ein Baby liefern ohne über einen Mann und eine Frau zu verfügen.
  • Das Ressourcenoptimierungsteam meint ohne Männer und Frauen auskommen zu können; sie wollen das Baby liefern, ohne Ressourcen zu beanspruchen.
  • Dem Dokumentationsteam ist es egal, ob ein Baby geliefert wird, es dokumentiert einfach die neun Monate.
  • Der Qualitätsauditor wird mit dem gelieferten Baby nie und nimmer glücklich sein.
  • Der Tester kann jederzeit belegen, dass es nicht das richtige Baby ist.

Gefunden bei Irish mammy on the run – und die muss es ja wissen.

ZCOPE Support am 22. April 2009 - 14:08 Uhr

Checkliste für gute Moderation

Das ist ein Gastbeitrag von Mag. (FH) Markus Scheffknecht, Bereichsleiter Marketing bei Meusburger Georg GmbH & Co KG.

Checkliste für gute Moderation

Bei Start und Landung angeschnallt: Wie beim „Fliegen“ sind Anfang und Ende eines Meetings wichtig. Die freundliche Beratung und persönliche Begrüßung und Wertschätzung der Teilnehmer steht am Anfang!

Konferenzprinzip FILO (First in, Last out):

  • Agenda: Zeitbudget, Struktur und Ziel der Sitzung klären
  • Gleichen Informationsstand bei allen Beteiligten gleich zu Beginn schaffen und möglichst viel Zeit für die Entscheidungsphase einplanen
  • Veranstalterrolle wahrnehmen (Räumlichkeiten organisieren,…)
  • Nicht bis zu letzten Minute was Anderes machen
  • Ankommende Teilnehmer begrüßen, sich einstimmen

Protokollfunktion: Protokoll öffentlich (am Flipchart, Beamer,…) und simultan führen. Abschließend die Punkte nochmals durchgehen, Commitment erreichen. Anschließend aufräumen (Fotoprotokolle).

  • Quantitatives Ergebnisprotokoll mit meßbaren Zielen
  • Maßnahmen (Wer, Was, Wann)
  • Offene Punkte-Liste

Wer schreibt, der bleibt: Schriftlichkeit bedeutet den Zwang zu einer Struktur und zur Konzentration auf das Wesentliche. Transparenz erzeugen, Schwafeln verhindern.

Rolle des personifiziertes Fragezeichens einnehmen:

  • Wer fragt, der führt
  • Offene W-Fragen stellen (Wer, was wie, womit, wann, wodurch,…)
  • Frageliste vorbereiten
  • Wer anlassorientiert aufsteht, bekommt Moderationsfunktion. Plätze bzw. Anlässe schaffen!

Betriebswirtschaftliches Know How einbringen:

  • Gespür für Zahlen, ökonomische Logik prüfen
  • Sachlich richtige Fragen stellen gibt Akzeptanz
  • Als Coach und Trainer wirken: Wissen weiter geben

Angenehme Atmosphäre schaffen: Moderator kommt von moderat: (Ab)wertungen und Pauschalkritik vermeiden, Beziehungsebene beachten, gezieltes Lob spenden, für gute Stimmung sorgen.

Das Ergebnis auf sich wirken lassen: Stolz auf das Geleistete sein!

ZCOPE Support am 15. April 2009 - 8:04 Uhr

Vom klassischen zum agilen Projektmanagement (Video)

Hier nun das Video zu Stefan Hagens Vortrag im Rahmen des Events “Projektmanagement 2.0“:


Vom klassischen zum agilen Projektmanagement from ZCOPE on Vimeo.

ZCOPE Support am 7. April 2009 - 12:36 Uhr

Einladung zum Event “Projektmanagement 2.0″

ZCOPE (www.getzcope.com) ist seit einem halben Jahr verfügbar und erfreut sich wachsender Beliebtheit. Wir freuen uns darauf, die Software nun auch Ihnen persönlich vorzustellen:

Projektmanagement 2.0
Vom klassischen PM zur webbasierten Projektplattform ZCOPE

Inhalt

Vom klassischen zum agilen Projektmanagement
Dr. Stefan Hagen (pm-blog.com) über die aktuellen Trends im Projektmanagement

Präsentation der Plattform ZCOPE
Alles über die Funktionen und Besonderheiten der Web-Anwendung

Was sagen die ZCOPE-Benutzer?

  • Feedback zu Funktionen
  • Tipps & Tricks im Umgang mit ZCOPE
  • Beeinflussung des Projektmanagements

Termin & Ort
26. März 2009, 17:00 Uhr
Dauer ca. 60 Minuten mit anschliessender Diskussionsrunde

MASSIVE ART GmbH
Arlbergstrasse 119
A-6900 Bregenz

Anfahrtsplan (Google Maps)

Ammeldung
Telefonisch unter +43 (5574) 90609-0 oder per E-Mail unter info@massiveart.com

Achtung: begrenzte Teilnehmerzahl
Die Veranstaltung ist kostenlos.

Wir freuen uns sehr auf Ihren Besuch!
Das ZCOPE-Team

ZCOPE Support am 18. März 2009 - 14:42 Uhr

Simplify your Projects!

Gastbeitrag Stefan Hagen:

Das Motto meines PM Blog lautet: “Simplify your Projects!” Heute möchte ich kurz erläutern, warum ich für einfaches, pragmatisches und “unternehmerisches” Projektmanagement bin.

In der Praxis stoße ich immer wieder auf zwei Extremsituationen. Entweder sind Unternehmen im Projektmanagement extrem überorganisiert oder extrem unterorganisiert.

1) Zuerst zu den Überorganisierten. In diesen Unternehmen haben die Techniker, Methodiker und Qualitätsmanager das Projektmanagement übernommen. Diese Aussage ist übrigens nicht abwertend gemeint. Aber es ist ganz einfach Fakt, dass bestimmte “PM Kulturen” in Unternehmen durch ein überaus formalisiertes und standardisiertes Projektmanagement gekennzeichnet sind. Ohne Formular, Verfahrensanweisung oder Bewilligung läuft hier gar nichts. Ich kann nur sagen: In so einem Unternehmen würde ich niemals arbeiten wollen. Der Motivations-Killer schlechthin für innovative Teams.

2) Nun zu den Unterorganisierten. Häufig sind in diesen Organisationen die leitenden Führungskräfte bis hin zum Geschäftsführer / zur Geschäftsführerin sehr pragmatisch und praxisorientiert unterwegs. Und das ist in ganz vielen Situationen auch gut so. Aber eben nicht in allen. Denn gerade bei komplexen und riskanten Projektvorhaben ist es elementar wichtig, ein Mindestmaß an Systematik, Disziplin und Methoden anzuwenden. Ich betone: ein Mindestmaß. Soviel wie nötig, nicht soviel wie möglich.

Die zweitgenannten Unternehmen sind häufig einfacher zu “therapieren”. Denn wenn man sich nicht ganz dumm anstellt, kann man die Mitarbeiter recht rasch davon überzeugen, dass ein pragmatisches, schlankes Projektmanagement mit ganz elementaren Spielregeln einfach Sinn macht. “Simplify your Projects” eben.

Was zeichnet eine solche Projektmanagement Philosophie aus?

  • Denke nach, dann HANDLE!
  • Reagiere schnell auf Veränderungen, LERNE!
  • KOMMUNIZIERE kontinuierlich und aktiv!
  • SCHÜTZE Dein Team vor Angriffen von außen!
  • Lass Widersprüche zu und sorge für EMOTIONEN!

Die Projektmanager, die diese Grundregeln befolgen, sind in erster Linie gute Manager. Denn Projektmanagement ist nichts Mystisches, nichts wirklich Schwieriges.

Schalte den Hausverstand ein, wende einfache aber wirkungsvolle Methoden an, sorge für effiziente und effektive Meetings, kommuniziere unaufhörlich, schaffe Transparenz und Klarheit, schaffe vor allem auch Verbindlichkeit und HANDLE! Geh’ die Dinge und Probleme aktiv an. Denn durch Zuschauen, Pläne zeichnen und schöne Reden schwingen ist noch kein Projekt ein Erfolg geworden.

stefanhagen am 6. Februar 2009 - 14:37 Uhr
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