Sie suchten nach: Projekt-Team

Wann sollte ein Chef eingreifen?

Das eigene Team
Normalerweise wissen sich Mitarbeiter zu benehmen, man ist schließlich erwachsen. Aber niemand ist vollkommen, und so kann es das eine oder andere Mal zu einem Zwischenfall kommen. Das ist an sich nicht schlimm – sofern man sich in der Folge richtig verhält.

Sollte dem Mitarbeiter eine falsche bzw. für Ihre Seite ungünstig Aussage entschlüpfen, stutzen Sie ihn nicht vor aller Augen zurecht. Das trifft nicht nur den Mitarbeiter, auch die anderen Anwesenden (z.B. Geschäftspartner, Kunden) haben ein ungutes Gefühl. Vom Gedanken „Unter dem möchte ich auch nicht arbeiten“ zu „mit dem möchte ich nicht zusammenarbeiten“ ist es unter Umständen gar nicht so weit. Versuchen Sie lieber, die Aussage zu relativieren („Das ist nicht ganz so wie Herr X das gerade ausgeführt hat…“).

Einen Mitarbeiter, der sich in Rage redet, sollten Sie unbedingt unterbrechen bzw. stoppen, bevor er noch mehr Schaden anrichtet. Wenn Sie nur untätig daneben stehen, wird Ihre Führungskompetenz angezweifelt werden. Bleiben Sie dabei ruhig und versuchen Sie, möglichst schnell einen Kompromiss zu finden oder das Thema zu vertagen. Entschuldigen Sie sich in einem persönlichen Gespräch für den Mitarbeiter (v.a. falls dieser das nicht selbst tut) und zeigen Sie Verständnis für die Situation der Anderen.

In jedem Fall sollten Sie sich die Zeit nehmen, um mit dem Mitarbeiter anschließend über die Situation sprechen und die Beweggründe beider Seiten auf den Tisch bringen.

Dem Kunden gegenüber
Es gibt auch Situationen, in denen es nicht an den eigenen Leuten, sondern an der „anderen Seite“ liegt: Kunden, die sich nur vom Geschäftsführer etwas sagen lassen (aus welchen Gründen auch immer). Stellen Sie sich hinter Ihre Mitarbeiter und werden Sie aktiv. Ein Herabspielen der Lage („Ist doch eh alles Tiptop.“) oder ein weiterer unproduktiver Versuch („Schreiben Sie doch nochmal ein E-Mail.“) frustriert und kostet im besten Falle Zeit – im schlechtesten einen guten Mitarbeiter.

ZCOPE Support am 5. Mai 2009 - 10:02 Uhr

Feedback geben: Loben – aber richtig

“Tadeln ist leicht, deshalb versuchen sich so viele darin. Mit Verstand loben ist schwer, darum tun es so wenige.” (Anselm Feuerbach, deutscher Maler)

Ich habe mir über das Loben nur wenige Gedanken gemacht – bis zu dem Tag, als mein damaliger Chef zum Thema Feedback gemeint hat, er würde uns vor dem ganzen Team kritisieren – wenn er jedoch nichts sage, dann sei das praktisch ein Lob.

Die Folgen dieses Ansatzes: wenn er nichts gesagt hat, hat sich das keinesfalls wie ein Lob oder auch nur ein „Okay“ angefühlt, sondern so, als hätte er eben nur noch nichts zu bemängeln gefunden. Man konnte nie sicher sein, ob das eigene Tun auch nur „passt“ – geschweige denn, ob es gut ist.

Dabei geht es nicht darum, ständig über den grünen Klee gelobt zu werden. Feedback ist für jeden Mitarbeiter wichtig, sowohl als Kritik als auch als Lob: aus dem einen lernt man, das andere bestätigt die eigenen Bemühungen. In jedem Fall kann man die eigene Arbeit besser einschätzen.

Entgegen der landläufigen Meinung bin ich sogar dafür, den eigenen Chef zu „loben“ (der ist schließlich auch nur ein Mensch und wer lobt ihn sonst?) – wenn auch anders formuliert als einem Kollegen oder Untergebenen gegenüber (aber immer ehrlich – Einschleimen gilt natürlich nicht).

Und wie lobt man nun richtig?

Jochen Mai schreibt: „Loben ist keine Holschuld. Es bleibt eine Bringschuld.“ und listet acht Regeln auf:

1. Seien Sie ehrlich dabei und loben Sie nur, was auch Lob verdient.
2. Seien Sie dabei so konkret wie möglich und pauschalisieren sie nicht! So bleiben Sie glaubwürdig.
3. Loben Sie Außergewöhnliches mehr als Selbstverständliches, aber nicht ausschließlich. Sonst beflügelt es nicht.
4. Loben Sie schnell, nicht vier Wochen später.
5. Loben Sie nicht nur Ergebnisse, sondern auch Engagement.
6. Loben Sie laut, vor Publikum und nicht nur im Verborgenen. Das spornt alle an.
7. Loben Sie nicht immer dieselben, aber loben Sie immer alle, die es verdient haben.
8. Loben Sie stets nach transparenten wie fairen Maßstäben. Willkür entwertet jeden Applaus.

ZCOPE Support am 4. Mai 2009 - 8:52 Uhr

Projektmanagement für Anfänger

Scott Berkun ist ein erfahrener Projektmanager, Autor diverser Bestseller, ausgezeichneter Redner, Berater von Fortune 500 Unternehmen und lehrt „creative thinking“ an der Universität von Washington.

Er empfiehlt die folgenden Schritte, bevor man mit professionell(er)em Projektmanagement loslegt:

  1. Sprechen Sie mit Ihrem Team (und zwar mit jedem Mitglied einzeln) darüber, was am Projekt frustriert und was man besser machen könnte.
  2. Fragen Sie dann um Vorschläge, was Sie machen können und was das Team bereit ist zu tun bzw. zu versuchen.
  3. Stellen Sie dann (basierend auf den Dingen, die Sie in den Gesprächen erfahren haben) eine einfache Veränderung vor, die die meisten Chancen auf Akzeptanz und Verbesserung hat. Wenn es im Team sehr viele Konflikte gibt, suchen Sie sich etwas Kleines aus. Wenn es viele Meinungsverschiedenheiten gibt, wählen Sie etwas, das Sie mit nur ein bis zwei anderen Personen realisieren können.
  4. Führen Sie nun die Veränderung ein.
  5. Wenn es nicht wirklich funktioniert – zurück zu Schritt 1.
  6. Wenn es gut funktioniert – auf zum nächsten Schritt wie unter 3. beschrieben.

Ohne Gedankenaustausch mit dem Team, ohne Aufbau von Glaubwürdigkeit und Führungskompetenz wird Ihnen kein Buch, kein Diplom, kein noch so hoher IQ weiterhelfen. Arbeiten Sie mit dem Team und verdienen Sie sich Vertrauen.

ZCOPE Support am 23. April 2009 - 10:18 Uhr
Feeling curious? Try it out for free!