Und wie sag‘ ich es meinen Eltern?

ZCOPE Support am 5. März 2009 um 15:48 Uhr

Ich arbeite nun seit gut acht bis neun Jahren als Projektmanager und fast ebenso lange antwortete meine Mama auf Fragen, was denn ihr Kind beruflich mache: „Ach, irgendwas mit dem Computer…“.

Und das, obwohl ich einige Anläufe genommen habe, mein tägliches Tun zu beschreiben und ein Gutteil ihres Jobs auch Projektmanagement beinhaltete, nur hat sie es nicht gewusst bzw. nicht so benannt. Nun ist schon die Erklärung von Projektmanagement an sich („Was tust Du denn da eigentlich genau?“) recht anspruchsvoll, das Erläutern von „agilem Projektmanagement“ legt da die Latte noch etwas höher.

Als wirklich sehr gute Ansätze habe ich die beiden folgenden Artikel empfunden, die beide mit der Storytelling (Geschichtenerzählen) Methode arbeiten:

Autobau
Jean-Pierre verwendet in „Wie würde ich agil meinen Eltern erklären?“ die Metapher vom Bau eines neuen Autos. Er weiss, was das Auto können soll, hat aber keine Ahnung vom Autobau. Das braucht er auch nicht – das übernehmen ja sowieso die Profis – sprich sein Team. Gemeinsam wird das Vorgehen erarbeitet, man trifft sich regelmäßig und Jean-Pierre ist somit immer am Laufenden und kann sein Feedback anbringen. Nach 12 Monaten steigt er stolz in sein Auto. Er weiß immer noch nicht mehr über den Autobau an sich, aber das war/ist auch nicht nötig.

Der Skiausflug
Peter Stevens erklärt Scrum anhand eines Skiausflugs mit der Familie „Explaining Scrum to my Parents“. In einer kniffligen Situation (Sessellift hat technische Probleme) muss eines der Kinder auf die Toilette. Eine solche ist nicht in der Nähe, man muss möglichst zeitnah entscheiden, ob man wartet, bis der Lift wieder funktioniert oder zu einer anderen Liftstation fährt, obwohl das vom eigentlich Ziel Parkplatz weg- und zu einem Schlepplift (mit dem die Kids noch keine Erfahrung haben, was aber vom Liftwart als trotzdem bewältigbar eingestuft wird) hinführt. Man entscheidet sich für Letzteres. Was das mit Scrum zu tun hat? Laut Stevens so einiges:

  • Dem Kunden schnellstmöglich helfen: die Toilette.
  • Das Problem in Teilprobleme aufteilen, mit dem Dringendsten anfangen.
  • Information über Alternativen einholen, um Entscheidungen bestmöglich treffen zu können.
  • Teamwork: jeder hat gute Ideen.
  • Ans Team glauben: man wächst mit der Herausforderung.

Mehr zum Thema Storytelling und Projektmanagement gibt’s auf dem Blog von Sigrid Hauer.

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