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Ein neuer Job, ein neues Team? In der Eingewöhnungsphase ist man ohnehin oft ein wenig unsicher – sie lässt sich jedoch erheblich erleichtern, wenn man gewisse Regeln beachtet:
Der gute Start
Lieber vermeiden
Auf imgriff.com hat Thomas Mauch eine höchst interessante Coaching-Methode aus dem Buch „Kurz(zeit)coaching mit Langzeitwirkung“ von Peter Szabó und Insoo Kim Berg vorgestellt: Der Wunsch an die Projekt-Fee.
Um sich bei den Fragen nach Erwartungen und Zielen nicht beim üblichen (eigentlich überflüssigen) Bullshit-Bingo „Effizienz, Zielorientierung, Nachhaltigkeit, etc.“ festzufahren, wird die „Wunderfrage“ empfohlen. Diese soll aus den Projekt-Teilnehmern herauskitzeln, was ihnen wirklich wichtig ist und sich dann auch konkret messen lässt.
Man stellt dem Team die folgende Frage (und ignoriert einfach unbeirrt allfällige spöttische Blicke): “Sie konnte zwar an unserer Sitzung nicht teilnehmen, aber wir haben eine Fee im Projektteam. Sie ist für die Wunder im Projekt zuständig. Jeder und jede hat ein Wunder frei – die Fee wird es bis morgen erledigen. Genau so, wie Ihr Euch das wünscht und noch ein wenig mehr. Wie sieht es morgen früh aus, wenn die Fee Eure Wünsche eingelöst hat? Was tut Ihr dann? Was ist das Ergebnis des Projekts?”.
Ich muss das unbedingt mal ausprobieren… Wer hat schon mal?
Scott Berkun ist ein erfahrener Projektmanager, Autor diverser Bestseller, ausgezeichneter Redner, Berater von Fortune 500 Unternehmen und lehrt „creative thinking“ an der Universität von Washington.
Er empfiehlt die folgenden Schritte, bevor man mit professionell(er)em Projektmanagement loslegt:
Ohne Gedankenaustausch mit dem Team, ohne Aufbau von Glaubwürdigkeit und Führungskompetenz wird Ihnen kein Buch, kein Diplom, kein noch so hoher IQ weiterhelfen. Arbeiten Sie mit dem Team und verdienen Sie sich Vertrauen.
Das ist ein Gastbeitrag von Christian Gaisberger, seit 10 Jahren Entwickler für Webanwendungen. Er führt Projekte für Großunternehmen aus verschiedenen Branchen durch und wechselt nicht nur im Rahmen seines Studiums immer wieder einmal auf die Seite des Projektmanagers.
1 Bezeichne den Prototyp, an dem er vier Wochen gearbeitet hat, ohne weitere Diskussion als völlig unbrauchbar und gib das Projekt heimlich an einen seiner Teamkollegen weiter.
Besonders effektiv ist diese Maßnahme, wenn beide zusätzlich noch gut befreundet sind.
2 Zermürbe ihn mit Anforderungsänderungen bis er jede Eigeninitiative aufgibt. Danach lasse ihn mit einem Projekt ohne jede Spezifikation völlig alleine zurechtkommen.
3 Antworte auf jedes seiner Probleme mit „Du schaffst das schon!“ oder mit „Es läuft doch alles super!“. Das gibt ihm das Gefühl, dass alle seine Probleme unwichtig sind und er
nichts weiter als ein Querulant und Schwächling ist – ohne dass Du als demotivierend bezeichnet werden kannst.
4 Negiere bereits gegebene schriftliche Anweisungen, behaupte ursprünglich das Gegenteil angeordnet zu haben und bezichtige ihn der plumpen Fälschung. Softwareentwickler sind ja schließlich fachlich in der Lage E‐Mails zu fälschen.
5 Setze ihm einen halb so alten Berufsoptimisten als Teamleiter vor die Nase, obwohl er eigentlich die Position schon längst verdient hätte und wiederholt übergangen wurde. Bitte ihn für die Maßnahme mit hochrotem Kopf und einem verlegenen Gesicht um Verständnis. Das wird ihm ein schlechtes Gewissen verpassen und er wird sich fragen, wieso er überhaupt nur dran denken konnte, diesen unverdienten Posten an sich zu reißen.
6 Gib ihm ein herausforderndes Projekt, damit er sich als Projektleiter beweisen kann. Hängt er sich dann voll rein, nimm es ihm nach zwei Wochen ohne Vorwarnung mit der
Begründung wieder weg, er sei ohnehin nur die Urlaubsvertretung gewesen.
7 Bestehe darauf, dass das neue Content Management System auf den Sharepoint Server installiert wird, obwohl er wiederholt davor gewarnt hat. Wenn es schief geht, beschwere Dich, warum er nicht gleich davor gewarnt hat.
8 Beschneide sein Budget für einen Ersatz für den aus dem letzten Loch pfeifenden Mailserver, den er seit einem Jahr verlangt. Mit dem Geld veranstaltest du stattdessen eine Eröffnungsparty für eine neue Niederlassung, auf die dann kein Mensch kommt, weil der Ort auf den Plakaten fehlt. Vergiss nicht, die Party als Riesenerfolg schön zu reden.
Wenn der Mailserver schließlich dann doch zusammenkracht, gib ihm die alleinige Schuld. Nach einem Jahr feuere alle Mitarbeiter und schließe die Niederlassung.
9 Gib ihm den Auftrag, ein Web‐Formular nicht als Pop-up zu gestalten. Warte eine Woche. Ändere Deine Anweisung auf „Pop-up“. Warte wieder eine Woche. Ändere Deine
Meinung wieder auf „Nicht Pop-up“. Ist er ein alter Hase, kennt er das Spiel bereits und wird erst jetzt mit der Umsetzung beginnen. Warte wiederum eine Woche. Ändere Deine
Anweisung abermals. Mach‘ ihn zur Schnecke, weil das Formular nicht Deinen Vorstellungen entspricht. Besonders wirkungsvoll ist dies bei Anfängern, die sind nämlich noch formbar.
10 Wenn obige Maßnahmen Erfolg hatten und der Entwickler kündigt, schenke ihm bei seiner Abschiedsfeier nichts. Schließlich soll man ihn für sein illoyales Verhalten dem
Unternehmen gegenüber nicht auch noch belohnen. Auch wenn er vielleicht einige Jahre dabei war und die Abschiedsgeschenke für die früheren Kollegen organisiert hat.

Ob man nun alle Stühle entfernt oder eine Sitzgelegenheit für sich zurückbehält bleibt jedem selbst überlassen. Im Sinne des Arbeitsklimas sollte jedoch das gleiche Recht für alle herrschen.
Weitere Tipps, wie man Zeit sparen kann:
Und damit Sie auf jeden Fall pünktlich beim nächsten Meeting sind:
Der absolute Killer-Tipp ist jedoch:
P.S.: Im ZCOPE-Büro gibt es übrigens auch einen Raum mit Stehtischen. Es hilft tatsächlich.