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Für einen guten Start im neuen Job

Ein neuer Job, ein neues Team? In der Eingewöhnungsphase ist man ohnehin oft ein wenig unsicher – sie lässt sich jedoch erheblich erleichtern, wenn man gewisse Regeln beachtet:

Der gute Start

  • Schauen Sie sich die Firmendetails (und auch die öffentliche Meinung über das Unternehmen) nicht nur für das Vorstellungsgespräch an, sondern auch nochmal vor dem ersten Tag.
  • Zeigen Sie sich als Teamworker und gehen Sie aktiv auf Ihre Kollegen zu, auch jene in anderen Abteilungen – networken ist wichtig.
  • Sie sind neu, da ist es klar, dass Sie noch nicht alles wissen. Fragen Sie nach. Bereiten Sie sich trotzdem auf Meetings so gut wie möglich vor.
  • Um der Informationsflut Herr zu werden, sollten Sie sich die wichtigsten Dinge aufschreiben. Zweimal fragen ist okay, ab dann wird‘s für beide Seiten mühsam.
  • Zeigen Sie sich hilfsbereit und bescheiden, nicht aufdringlich und besserwisserisch.
  • Legen Sie einen Zahn zu – der Chef will ja schließlich sehen, dass er sich für den richtigen Kandidaten entschieden hat.
  • Bewerten Sie (kleine) Fehler nicht zu hoch, aller Anfang ist schwer.

Lieber vermeiden

  • Üble Nachrede: Sagen Sie nichts über Chef oder Kollegen, bevor Sie nicht wissen, wie weit Sie hier gehen können. Klatsch und Tratsch, auch privater Natur oder über die alte Firma, sollte es aber zu keiner Zeit sein.
  • Unfreundlichkeit und Unhöflichkeit: Behandeln Sie alle Personen zuvorkommend, v.a. wenn Sie noch nicht alle kennen. Nicht jeder Vorgesetzte ist auf den ersten Blick als solcher zu erkennen.
  • Mit Feedback nicht umgehen können: Gerade am Anfang macht man den einen oder anderen Fehler, nehmen Sie die Kritik also nicht (zu) persönlich. Bitten Sie selbst um Feedback, so können Sie Ihr Standing besser einschätzen.
  • Übertreiben Sie es beim Einsatz nicht: Um 17:00 pünktlichst den Stift fallen lassen und gleich zu Anfang von Urlaub reden ist jedoch absolut kontraproduktiv.

Constance Stickler am 19. Mai 2009 - 10:03 Uhr

Wirkt wahre Wunder – die Projekt-Fee

Auf imgriff.com hat Thomas Mauch eine höchst interessante Coaching-Methode aus dem Buch „Kurz(zeit)coaching mit Langzeitwirkung“ von Peter Szabó und Insoo Kim Berg vorgestellt: Der Wunsch an die Projekt-Fee.

Um sich bei den Fragen nach Erwartungen und Zielen nicht beim üblichen (eigentlich überflüssigen) Bullshit-Bingo „Effizienz, Zielorientierung, Nachhaltigkeit, etc.“ festzufahren, wird die „Wunderfrage“ empfohlen. Diese soll aus den Projekt-Teilnehmern herauskitzeln, was ihnen wirklich wichtig ist und sich dann auch konkret messen lässt.

Man stellt dem Team die folgende Frage (und ignoriert einfach unbeirrt allfällige spöttische Blicke): “Sie konnte zwar an unserer Sitzung nicht teilnehmen, aber wir haben eine Fee im Projektteam. Sie ist für die Wunder im Projekt zuständig. Jeder und jede hat ein Wunder frei – die Fee wird es bis morgen erledigen. Genau so, wie Ihr Euch das wünscht und noch ein wenig mehr. Wie sieht es morgen früh aus, wenn die Fee Eure Wünsche eingelöst hat? Was tut Ihr dann? Was ist das Ergebnis des Projekts?”.

Ich muss das unbedingt mal ausprobieren… Wer hat schon mal?

Constance Stickler am 30. April 2009 - 7:36 Uhr

Projektmanagement für Anfänger

Scott Berkun ist ein erfahrener Projektmanager, Autor diverser Bestseller, ausgezeichneter Redner, Berater von Fortune 500 Unternehmen und lehrt „creative thinking“ an der Universität von Washington.

Er empfiehlt die folgenden Schritte, bevor man mit professionell(er)em Projektmanagement loslegt:

  1. Sprechen Sie mit Ihrem Team (und zwar mit jedem Mitglied einzeln) darüber, was am Projekt frustriert und was man besser machen könnte.
  2. Fragen Sie dann um Vorschläge, was Sie machen können und was das Team bereit ist zu tun bzw. zu versuchen.
  3. Stellen Sie dann (basierend auf den Dingen, die Sie in den Gesprächen erfahren haben) eine einfache Veränderung vor, die die meisten Chancen auf Akzeptanz und Verbesserung hat. Wenn es im Team sehr viele Konflikte gibt, suchen Sie sich etwas Kleines aus. Wenn es viele Meinungsverschiedenheiten gibt, wählen Sie etwas, das Sie mit nur ein bis zwei anderen Personen realisieren können.
  4. Führen Sie nun die Veränderung ein.
  5. Wenn es nicht wirklich funktioniert – zurück zu Schritt 1.
  6. Wenn es gut funktioniert – auf zum nächsten Schritt wie unter 3. beschrieben.

Ohne Gedankenaustausch mit dem Team, ohne Aufbau von Glaubwürdigkeit und Führungskompetenz wird Ihnen kein Buch, kein Diplom, kein noch so hoher IQ weiterhelfen. Arbeiten Sie mit dem Team und verdienen Sie sich Vertrauen.

Constance Stickler am 23. April 2009 - 10:18 Uhr

10 Wege, einen guten Software-Entwickler zu vertreiben

Das ist ein Gastbeitrag von Christian Gaisberger, seit 10 Jahren Entwickler für Webanwendungen. Er führt Projekte für Großunternehmen aus verschiedenen Branchen durch und wechselt nicht nur im Rahmen seines Studiums immer wieder einmal auf die Seite des Projektmanagers.

1 Bezeichne den Prototyp, an dem er vier Wochen gearbeitet hat, ohne weitere Diskussion als völlig unbrauchbar und gib das Projekt heimlich an einen seiner Teamkollegen weiter.
Besonders effektiv ist diese Maßnahme, wenn beide zusätzlich noch gut befreundet sind.

2 Zermürbe ihn mit Anforderungsänderungen bis er jede Eigeninitiative aufgibt. Danach lasse ihn mit einem Projekt ohne jede Spezifikation völlig alleine zurechtkommen.

3 Antworte auf jedes seiner Probleme mit „Du schaffst das schon!“ oder mit „Es läuft doch alles super!“. Das gibt ihm das Gefühl, dass alle seine Probleme unwichtig sind und er
nichts weiter als ein Querulant und Schwächling ist – ohne dass Du als demotivierend bezeichnet werden kannst.

4 Negiere bereits gegebene schriftliche Anweisungen, behaupte ursprünglich das Gegenteil angeordnet zu haben und bezichtige ihn der plumpen Fälschung. Softwareentwickler sind ja schließlich fachlich in der Lage E‐Mails zu fälschen.

5 Setze ihm einen halb so alten Berufsoptimisten als Teamleiter vor die Nase, obwohl er eigentlich die Position schon längst verdient hätte und wiederholt übergangen wurde. Bitte ihn für die Maßnahme mit hochrotem Kopf und einem verlegenen Gesicht um Verständnis. Das wird ihm ein schlechtes Gewissen verpassen und er wird sich fragen, wieso er überhaupt nur dran denken konnte, diesen unverdienten Posten an sich zu reißen.

6 Gib ihm ein herausforderndes Projekt, damit er sich als Projektleiter beweisen kann. Hängt er sich dann voll rein, nimm es ihm nach zwei Wochen ohne Vorwarnung mit der
Begründung wieder weg, er sei ohnehin nur die Urlaubsvertretung gewesen.

7 Bestehe darauf, dass das neue Content Management System auf den Sharepoint Server installiert wird, obwohl er wiederholt davor gewarnt hat. Wenn es schief geht, beschwere Dich, warum er nicht gleich davor gewarnt hat.

8 Beschneide sein Budget für einen Ersatz für den aus dem letzten Loch pfeifenden Mailserver, den er seit einem Jahr verlangt. Mit dem Geld veranstaltest du stattdessen eine Eröffnungsparty für eine neue Niederlassung, auf die dann kein Mensch kommt, weil der Ort auf den Plakaten fehlt. Vergiss nicht, die Party als Riesenerfolg schön zu reden.
Wenn der Mailserver schließlich dann doch zusammenkracht, gib ihm die alleinige Schuld. Nach einem Jahr feuere alle Mitarbeiter und schließe die Niederlassung.

9 Gib ihm den Auftrag, ein Web‐Formular nicht als Pop-up zu gestalten. Warte eine Woche. Ändere Deine Anweisung auf „Pop-up“. Warte wieder eine Woche. Ändere Deine
Meinung wieder auf „Nicht Pop-up“. Ist er ein alter Hase, kennt er das Spiel bereits und wird erst jetzt mit der Umsetzung beginnen. Warte wiederum eine Woche. Ändere Deine
Anweisung abermals. Mach‘ ihn zur Schnecke, weil das Formular nicht Deinen Vorstellungen entspricht. Besonders wirkungsvoll ist dies bei Anfängern, die sind nämlich noch formbar.

10 Wenn obige Maßnahmen Erfolg hatten und der Entwickler kündigt, schenke ihm bei seiner Abschiedsfeier nichts. Schließlich soll man ihn für sein illoyales Verhalten dem
Unternehmen gegenüber nicht auch noch belohnen. Auch wenn er vielleicht einige Jahre dabei war und die Abschiedsgeschenke für die früheren Kollegen organisiert hat.

Constance Stickler am 23. März 2009 - 8:46 Uhr

Weg mit den Stühlen oder Wie man Meetings kurz hält

Meeting mit George Bush

Ob man nun alle Stühle entfernt oder eine Sitzgelegenheit für sich zurückbehält bleibt jedem selbst überlassen. Im Sinne des Arbeitsklimas sollte jedoch das gleiche Recht für alle herrschen.

Weitere Tipps, wie man Zeit sparen kann:

  • Erstellen Sie eine (realistische) Agenda. Und halten Sie sich auch daran.
  • Laden Sie nur Personen ein, die wirklich dabei sein müssen.
  • Laden Sie Personen nur für den Zeitraum ein, in welchem für sie relevante Themen besprochen werden.
  • Checken Sie technisches Equipment (z.B. Beamer) vor dem Meeting.
  • Laptops, etc. sind okay, solange sie wirklich gebraucht werden. Ist Obama in Ihrem Team, verbieten Sie Blackberrys.
  • Besprechen Sie die wichtigsten Themen am Anfang. Weniger Wichtiges kann man „abschneiden“.

Und damit Sie auf jeden Fall pünktlich beim nächsten Meeting sind:

  • Beenden Sie Besprechungen zum vorgesehenen Zeitpunkt. Wenn dann noch etwas offen ist, vereinbaren Sie ein weiteres Treffen.

Der absolute Killer-Tipp ist jedoch:

  • Legen Sie die Besprechung in die zeitliche Nähe des Feierabends. Das wirkt Wunder ;-)

P.S.: Im ZCOPE-Büro gibt es übrigens auch einen Raum mit Stehtischen. Es hilft tatsächlich.

Constance Stickler am 26. Februar 2009 - 9:46 Uhr
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